WSP Infrastructure Engineering GmbH

RNV-Projekte

Durch die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) werden seit dem 1. März 2005 als Tochterunternehmen der HSB, VBL, RHB, MVV Verkehr und MVV OEG unter anderem sämtliche Straßenbahnlinien in den Städten Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg sowie deren Umland betrieben. Besonders bei der Erschließung des ländlichen Raums unter Einbeziehung der größeren Ortschaften wie Bad Dürkheim, Weinheim oder Viernheim sind hierbei größere Entfernungen außerhalb bebauter Bereiche zurückzulegen.


Aus diesem Grund bildet auf weiten Teilen des Streckennetzes nicht die Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab) die Grundlage, vielmehr verkehren die Fahrzeuge gemäß den Regeln der ESBO und ESO. Voraussetzung für eine solche Betriebsabwicklung ist die für einen Eisenbahnbetrieb entsprechend erforderliche strecken- und fahrzeugseitige Ausstattung. So wird ein Großteil des ländlichen Streckennetzes, aber auch Teile des Innerortsverkehrs durch Stellwerke bedient und überwacht. Im Verlauf der letzten Jahre zeigte sich jedoch, dass der hohe Personalaufwand sowie die mittlerweile konventionelle Technik (DrS) nicht mehr den gestiegenen Anforderungen des ÖPNV genügten. Im Mai 1999 wurde erstmalig ein MCDS-Stellwerk mit mehreren abgesetzten Stellrechnern von ADtranz auf dem Streckenabschnitt Weinheim – Schriesheim – Dossenheim in Betrieb genommen. Die klaren Vorteile elektronischer Stellwerkstechnik standen nun in direktem Vergleich zu den veralteten DrS-Anlagen.
Des Weiteren wurde mit der Inbetriebnahme der Leitstelle „Möhlstraße“ der erste Schritt zur Zentralisierung in Analogie zu den Betriebszentralen der DB AG getan. Mittlerweile steuert diese mehrere neu errichtete Stellwerke wie beispielweise die Anlagen in Neuostheim und Seckenheim. Auch die oben erwähnten Anlagen der UZ Schriesheim wurden bereits in die Zentrale eingebunden.


Die WSP Infrastructure Engineering GmbH bearbeitet momentan für die RNV diverse Projekte mit verschiedenen Planungsbereichen. Auf den beiden Streckenabschnitten von Mannheim-Käfertal nach Weinheim und nach Heddesheim sind neue LST-Anlagen auf den weitestgehend unveränderten Bestand zu planen, auf dem Streckenabschnitt von Weinheim nach Schriesheim erfolgt jedoch der zweigleisige Ausbau. Hier steht neben der Erweiterung bei gleichzeitiger Erneuerung der LST-Anlagen vor allem die Umplanung der BÜ-Anlagen im Vordergrund. Momentan betrifft es 15 BÜ’s mit teilweise erheblichen planerischen Aufwand aufgrund unklarer Planungsgrundlagen.